Weihnachtsausstellung im Dippoldiswalder Museum
vom 1. November 2008 bis 22. Februar 2009
Rückblick zur Weihnachtsausstellung vom 1. November 2008 bis 22. Februar 2009

Weihnachtsengel von WEHA-Kunst Dippoldiswalde
Von Rikarda Groß (Text) und Prof. Dr. Adolf Heger (Fotos)
Vorabveröffentlichung aus Dippolds Bote vom 19.11.2008
Vom 1. November 2008 bis 22. Februar 2009 zeigt das Dippoldiswalder Lohgerber-, Stadt und Kreismuseum wieder seine beliebte Weihnachtsausstellung.
Ein Rundgang durch die Ausstellung soll den Lesern des Dippolds Boten einen kleinen Einblick in die Wunderwelt der erzgebirgischen Volkskunst geben. In der Lederkammer im Erdgeschoss des Museums drehen sich viele Pyramiden, dazu gehören die über zwei Meter hohe von Herbert Jaster aus Dippoldiswalde,
die ebenso große Märchenpyramide von Herbert Kohl aus Schmiedeberg
oder eine gotische Turmpyramide.
Eine alte, von Holzbildhauermeister Wilfried Fischer restaurierte Stockwerkpyramide oder Miniaturpyramiden in der Flasche
sind weitere interessante Exponate in diesem Raum.
Beeindruckende Schnitzwerke wurden von Wolfgang Ermischer, Schellerhau, Roland Teuscher und Herbert Kohl, Schmiedeberg, Jürgen Weinrich, Schlottwitz sowie Rudolf Möckel, Dresden im vergangenen Jahr hergestellt.
Der Holzbildhauermeister Ralf Stregel aus Oelsa zeigt erstmals in der Dippoldiswalder Ausstellung eine breite Palette seiner Erzeugnisse, dazu gehören unter anderen Miniaturstühle aus den verschiedenen Kunstepochen
und Räuchermännern als Stuhlbauer.
Natürlich darf der große Weihnachtsberg von Dippoldiswalde und Umgebung von Rolf Steinbach aus Weixdorf nicht fehlen.
Vom gleichen Volkskünstler finden sich in mehreren Räumen phantasievollen Werke wie z. B. eine orientalische Krippe, ein Weihnachtliederberg
oder der sogenannte „Erdmännelberg”.
In den Räumen der Dippoldiswalder Stadtgeschichte fällt vor allem das große Modell des Dippoldiswalder Marktes auf.
Karl-Heinz Wachsmuth hat es 2008 vervollständigt. Detailgetreu gestaltete der Freitaler den Markt mit seinen angrenzenden Gebäuden. Manches Geschäft hat inzwischen seine Besitzer gewechselt, ein Stück Alltagsgeschichte unserer Zeit. Stimmungsvoll leuchten die Lichter auf dem Dippoldiswalder Weihnachtsmarkt
und aus den angrenzenden die Häusern.
Im ersten Obergeschoss des Museums sind Arbeiten des Architekten Manfred Fehmel, Seyde zu sehen. Er stammt von der Insel Rügen und so haben z. B. seine Pyramiden die Form eines Leuchtturmes, um den sich anstelle der Flügel, Möwen bewegen, eine der Ausnahmen in der sonst erzgebirgischen Volkskunstschau.
Ein kleiner Raum widmet sich dem Thema Engel. Ilona Selbmann aus Colmnitz gestaltet einfühlsam ihre Engel, teils aus Fundstücken, mit Papierfaltarbeiten oder als Collagen in Verbindung mit Gedichten � ein Raum der Stille.
Für Kinder bietet der größte Raum in dieser Etage die ganze Vielfalt eines Rummelplatzes mit Karussells, Riesenrädern oder Berg- und Talbahn.
In diesem Jahr schuf der Freitaler Konrad Prescher dafür ein neues Modell, auf dem sich viel bewegt und leuchtet. Jochen Baller brachte ein aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts stammendes Karussell mit großem Aufwand wieder zum Laufen. Der Dippoldiswalder führte diese wie viele andere Arbeiten kostenlos für unser Museum aus.
Im Vortragsraum befindet sich auch die beliebte Weihnachtsmannwerkstatt von Wolfgang Buder aus Dresden
und die Dorfschmiede von Herbert Ranft, Glashütte.
Erstmals wird in unserer Weihnachtsausstellung die Volkskunstsammlung des ehemaligen Direktors der Staatlichen Kunstsammlung Dresden Prof. Dr. Manfred Bachmann (1928 � 2001) ausgestellt.
Dies sind nur einige Beispiele der großen Weihnachtsschau.
An den Wochenenden führen Volkskünstler Schauarbeiten vor.
Am Bußtag können Besucher unter Anleitung von
Bastelarbeiten durchführen und am 13. 12. bastelt Ilona Selbmann mit interessierten Besuchern Weihnachtssterne.
Weitere Fotos von dieser Weihnachtsausstellung
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10 - 17 Uhr,
Samstag, Sonntag, Bußtag: 10 - 18 Uhr