Lohgerber-, Stadt- und Kreismuseum Dippoldiswalde


Weihnachtsausstellung 2007/2008


Weihnachtsausstellung im Dippoldiswalder Museum
 
vom 3. November 2007 bis 24. Februar 2008

Weihnachtsberg, Ausschnitt (Foto: Prof. Dr. Adolf Heger)
Weihnachtsberg, Ausschnitt (Foto: Prof. Dr. Adolf Heger)

Das Lohgerbermuseum hat sich wieder in ein Weihnachtshaus verwandelt
Vorabveröffentlichung aus den "Reichstädter Nachrichten" Dezember 2007
Von Rikarda Groß (Text) und Prof. Dr. Adolf Heger (Fotos)

 

Dort, wo früher die Gerbermeister ihr Leder aufbewahrten, in der sogenannten Lederkammer, finden wir zwischen November und Februar eine Schatzkammer der Volkskunst. Hier beginnen die Besucher auch ihren Rundgang durch das Museum. Die 2,50 Meter hohe Pyramide von Herbert Jaster aus Dippoldiswalde

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dreht ruhig ihre Runden und prägt den vorderen Teil des Raumes. Etwas bescheidener, aber nicht weniger schön gleich in ihrer Nähe der elektro-mechanisch angetriebene weiße Weihnachtsberg

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von Herbert Ranft aus Glashütte, auf dem sich an einem Hang Erzgebirgshäuser anschmiegen, Bergleute unter Tage arbeiten und ganz oben die Weihnachtsbotschaft steht: "Friede auf Erden". Vor dem Berg stehen die akkurat gebauten Häuser und Bäume von Bernd Ritter und Spielzeugautos aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Umgeben ist dieser Weihnachtsberg von zahlreichen Räuchermännern des Colmnitzer Dieter Gahmig, dessen neueste Kreation drei skatspielende Räuchermänner sind.

 

Was wäre die Dippoldiswalder Weihnachtsausstellung ohne die großflächigen und fantasievollen Schnitzwerke von Rolf Steinbach aus Weixdorf. Im Erdgeschoss finden wir gleich mehrere seiner Arbeiten, dazu gehört u. a. das etwa 4 qm große Weihnachtsliederbuch,

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der Weihnachtsberg mit der Darstellung von Dippoldiswalde und der Osterzgebirgslandschaft. Immer wieder kann der Besucher hier interessante und schöne Details entdecken, wie z. B. das alte Försterhaus, vor dem der Förster gerade seine Weihnachtskrippe aufbaut.

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Wer sich für die historische Volkskunst interessiert wird auch in diesem Jahr fündig. Holzbildhauermeister Wilfried Fischer aus Oelsa restaurierte für das Museum kostenlos eine etwa 100 Jahre alte Pyramide und Figuren, die aus der gleichen Zeit stammen. Es sind interessante, kleine Kunstwerke, die jedes für sich allein schon wirkt.

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Erstmals stellt Hans-Jürgen Schulze aus Frauenstein seine schöne Palette an erzgebirgischer Volkskunst aus, dazu gehören u. a. ein Kranz-, Joch- und Bogenengel, ganz in der traditionellen Herstellungsweise gefertigt.

 

Im Erdgeschoss begegnen wir noch vielen schönen Volkskunstarbeiten, Pyramiden, einer großen naturfarbenen Krippe von Rudolf Greif aus Schmiedeberg und natürlich unzähligen Räuchermännern, Nussknackern, Engeln, Bergleuten, Kurrendesängern usw.

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Im ersten Obergeschoss geht es weihnachtlich weiter, auch hier beeindruckende Schnitzwerke von Rolf Steinbach wie die Orientalische Weihnachtskrippe oder drei Weihnachtsliederberge und alte Pyramiden, mit Massefiguren bestückt, aber auch ganz moderne Arbeiten wie die Pyramide mit Adam und Eva vom Kunstmaler Christian Kirsten aus Dresden. Spätestens wenn man in diesem Raum steht, erfährt man, woher der verführerische Pfefferkuchenduft kommt. Frau Lehmann vom Café Achat lieferte wieder das große Pfefferkuchenhaus mit Hänsel, Gretel und der Hexe.

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Im Regal darüber finden sich viele alte Backutensilien aus der Weihnachtsbäckerei.

 

Das Modell des Dippoldiswalder Marktes zur Weihnachtszeit wurde von Karl-Heinz Wachsmuth aus Freital weitergebaut,

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so dass wir nun auf das fast vollständige historische Ensemble mit vielen schönen Details blicken können.

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Der Lieblingsraum der Kinder ist wie immer der Vortragsraum, in dem zur Weihnachtszeit sich Karussells und Riesenräder drehen, die Schmiede in der alten Dorfschmiede hämmern was das Zeug hält und die Wichtel fleißig im weißen Weihnachtsberg für den Weihnachtsmann Geschenke anfertigen.

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Beide Kunstwerke stammen vom Dresdner Wolfgang Buder.

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Steinbachs großer Erdmännelberg bezaubert Groß und Klein mit seiner „unendlichen” Geschichte vom Leben und Treiben der

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„Erdmännl”.

 

Auch Rolf Beckers lustige Fimo-Figuren sind wieder angetreten,

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dieses Mal fahren sie im Märchenzug am Pesterwitzer Berg vorbei oder marschieren als Bergleute vorm Dippser Museum.

 

Heinz Göhler aus Schmiedeberg besticht durch seine filigranen Schnitzarbeiten, so schnitzte er u. a. einen Elefant in der Walnussschale oder Figuren in einen Kirschkern.

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Viele dieser kleinen Wunderwerke ordnet er auf Pyramiden an, beeindruckend immer wieder seine exakten Darstellungen der landwirtschaftlichen Geräte aus früheren Zeiten.

 

Bei unserem Rundgang am ersten Wochenende der Weihnachtsausstellung führten wie an jedem Wochenende und den Feiertagen im Dezember, Volkskünstler Schauarbeiten vor, so z. B. die

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Klöpplerin Brigitte Böhm und der

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Schnitzer Karl Heyne aus Dippoldiswalde, der

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Spanbaumstecher Sven Büttner aus Klingenberg und

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Astrid und Jürgen Weinrich aus Schlottwitz,

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die geschickt mit Spinnrad und Schnitzmesser arbeiteten und den Besuchern geduldig ihre alten Handwerke erklären. Natürlich kann bei den Volkskünstlern auch manch schöne Arbeit käuflich erworben werden.